Er atmete langsam und konzentriert. Der Wagen rollte heran, kam vor dem Gebäude zum Stehen. Er sah die Fahrerin im Fadenkreuz seines Zielfernrohres, wartete bis sie den Zündschlüssel gedreht und den Motor ausgeschaltet hatte. Noch einmal tief einatmen, den Druckpunkt des Abzugs suchen, dann ausatmen, die Luft anhalten. Der Lauf seines Gewehres war absolut ruhig, als er den Finger krümmte und den Schuss auslöste. Die Fahrerscheibe zerbarst, der Kopf der Fahrerin zerplatzte in einem roten Nebel aus Blut. Sie fiel vornüber auf das Lenkrad.

Ruhig und konzentriert zerlegte er das Gewehr, verstaute es in seiner Tasche. Den Menschenauflauf auf der anderen Straßenseite beachtete er nicht. Er verließ die Wohnung, durchquerte den Hausflur und ging die Treppen hinunter. Ein junger Mann mit Kopfhörern in den Ohren und einer Sporttasche über der Schulter. Er trug keine Sonnenbrille, keine Schirmmütze, keinen Hut, nichts das ihn verdächtig erscheinen ließ.

Wer ihn sah, vergaß ihn sofort wieder.

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