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„…einsam. Darauf müssen sie gefasst sein!“

„Das ist kein Problem.“

„Andere sind daran zerbrochen. Menschen brauchen Gesellschaft!“

„Der Mensch hat seinen Geist. Wozu brauche ich einen anderen Menschen, solange ich einen funktionierenden Geist besitze?“

„Sie sind selbstbewusst, das gefällt mir!“ Der Anzugträger hatte ihm auf die Schulter geklopft. „Sie sind der richtige für den Job, das habe ich im Gefühl. Wir brauchen Männer wie sie dort draußen! Nicht jeder ist in der Lage, mit Einsamkeit umzugehen, aber ein Mann wie sie kann dort draußen großes leisten!“

Er war realistisch genug, zu wissen, dass ihm Honig um den Bart geschmiert worden war, aber das war gleichgültig gewesen. Der Job hatte ihn gereizt. Drei Jahre in der Einsamkeit, drei Jahre nur umgeben von Maschinen, um einen Prozess zu überwachen, der voll automatisiert war und nur hin und wieder menschlichen Eingriffs bedurfte, wenn es zu technischen Problemen kam.

Sein Vorgänger war ein Wrack gewesen, als er ihn abgelöst hatte. Heruntergekommen, körperlich verfallen, ungepflegt und verfilzt. Lange Haare, langer Bart, schmutzige Zähne und schlechter Atem. Er war weich gewesen, körperlich nicht in Form, und als sie ihn in das Shuttle gesteckt hatten, hatte er wie im Delirium unsinniges Zeug vor sich hin gemurmelt.

„Nicht jeder kann mit der Einsamkeit umgehen.“ hatte sein Pilot ihm düster zugeraunt.

„Nicht jeder.“ hatte er zugestimmt. „Ich kann!“

[...]